Urin-Therapie

In den letzten Jahren beobachtet man bei vielen Patienten eine zunehmende Hinwendung zu Naturheilverfahren und zur Alternativmedizin. Was sind die Motive hierfür? Auf der einen Seite hat der Patient den Wunsch nach einer engen Beziehung zum Arzt verbunden mit Zuwendung und großer Gesprächsbereitschaft. Auf der anderen Seite besteht eine persönliche Skepsis gegenüber der Technisierung und Spezialisierung in der Medizin und damit verbunden eine größere Angst vor Nebenwirkungen der Arzneimittel.

 

Auf meinen Reisen durch die Länder der ehemaligen Sowjetunion wurde mir häufig die Frage gestellt: "Was halten Sie von der Urintherapie?" Als Wissenschaftler war ich zunächst erstaunt und fragte nach: "Was meinen Sie damit?" Ich bekam zur Antwort: "Das Trinken des eigenen Urins soll gegen viele Krankheiten helfen!" Was sagt nun die Wissenschaft dazu?
Zunächst hielt ich diese Methode für ausgesprochen dumm. Beim Urin handelt es sich ja um Ausscheidungsprodukte des Körpers, die der Körper sozusagen loswerden will. In letzter Zeit hörte ich aber auch in Deutschland mehrfach von der Urintherapie. Dies gab mir Anlass, mich näher mit der Urintherapie zu befassen.

Der Harn hat in der Medizin über viele Jahrhunderte eine bedeutende Rolle gespielt. Schon vor 4.000 Jahren haben die indischen Yogis täglich Urin getrunken und be­haupteten, dass dies zu einer Lebensverlängerung führe. In manchen asiatischen Ländern wird bis heute Eigen-, Fremd- und tierischer Urin zur Behandlung verschiedener Krankheiten verabreicht. In Europa, von der Antike bis ins Mittelalter, stützten Ärzte ihre Diagnose auf die Harnschau (Uroskopie). Der griechische Arzt Hippokrates empfahl um 400 v. Chr. Urintrinken als Mittel gegen Geschwüre, Augenleiden, Schlangenbisse und Tollwut.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der eigene und auch fremder Urin als Trank oder auch in Verbindung mit anderen Stoffen als Mittel zum Einreiben, für Umschläge und Injektionen gegen nahezu alle Krankheiten gegeben, besonders bei Erkrankung der Harn­wege und der Haut, bei Augen- und Ohrenleiden, Gicht, Atembeschwerden und Wassersucht. Im 17. Jahrhundert glaubten manche Ärzte, dass mit dem Trinken des eigenen Urins Geschlechtskrankheiten geheilt werden konnten. Dem eigenen Harn wurde dabei eine Heil­kraft zugesprochen.

Um 1900 und später setzten die Naturheiler Eigenharninjektionen als Reiztherapie ein. Seit einigen Jahren, mit dem Aufblühen der Esoterik, ist die Eigenharntherapie durch Trinken und Injektionen wieder sehr populär geworden.

Welche Erklärung sieht man für die Wirkung?

Der Urin soll zusammen mit den vom Körper gegen die Krankheitskeime erzeugten Antigenen den Körper zur verstärkten Abwehrreaktion reizen. Diese Wirkung wird mit einer passiven Impfung oder Immunisierung verglichen. Die Durchführung der Behandlung kann auf 3 verschiedene Arten erfolgen.

  1. Die Injektionsbehandlung
    0,5 ml Eigenurin, steril filtriert wird in den Muskel gespritzt. Im Abstand von 2-3 Tagen wird jeweils um 0,1 Milliliter gesteigert, also die 2. Injektion 0,6 ml, die 3. 0,7 ml usw. bis maximal 5 Milliliter. Durch die Injektion soll eine Umstimmung des Körpers angeregt werden.
    Angeblich sollen die Infektanfälligkeit verringert, chronische Harnwegsinfekte verbessert, schwangerschaftsbedingter Hochdruck gemildert sowie Allergien und Migräne kuriert und Beschwerden der Wechseljahre erleichtert werden.
  2. Urintrinken (Uropathie)
    Über einige Wochen wird täglich 1 Becher frisch gewonnener Morgenurin getrunken oder die gesamte Tagesmenge am Abend eingenommen. Hierbei soll es zu einer "Umstimmung", Entgiftung und zur Anregung des Stoffwechsels kommen. Der Urin soll dabei gegen alles und jedes helfen.
  3. Äußerliche Anwendung
    Mit Eigenharn werden Umschläge, Spülungen und Einläufe gemacht. Anwendungsgebiet sind hierbei Hautkrankheiten und Wunden, aber auch Darm­reinigung und andere Erkrankungen.
  4. Wie erklärt man nun die Wirkung des Urins?
    Die Injektionsbehandlung soll eine unspezifische Reiztherapie am Körper bewirken.
    Erwachsene scheiden mit dem Urin etwa 30 g Harnstoff aus. Harnstoff hat eine osmotische Wirkung, d. h. er fördert den Flüssigkeitsaus­tausch zwischen den Zellen. Bei äußerlicher Anwendung könnten Pilze, Bakterien und Sporen zugrunde gehen. Bei innerlicher Anwendung wirkt Harnstoff harntreibend.
    Der Urin enthält Spuren von Melatonin, einem Hormon der Zirbeldrüse. Dieses Hormon fördert die Schlafbereitschaft des Körpers. Urin über mehrere Wochen täglich eingenommen soll einen beruhigen Effekt haben.
    Das Trinken von Eigenharn kann u.U. einem psychologischen Effekt haben: z.B. bei Furcht vor einer Schädigung durch einen bestimmten Stoff. So kann jemand, der sich vor dem Urin ekelt, überzeugt werden, sich rasch besser zu fühlen.

Bei der Beurteilung einer Therapie für Krankheiten gilt es zunächst wissen­schaftlich zu prüfen: Wirkt diese Methode überhaupt? Auf welche Weise ist die reproduzierbar? Was sind die Nebenwirkungen und Risiken?
Wenn keine nachprüfbare Wirkung und Erklärung vorliegt, welche übernatürliche Wirkung steckt dahinter? Welches ist die geistige Wurzel dieser Methode und welches Welt- und Menschenbild steckt dahinter?
Gerade bei der Frage der Heilung können wir uns dunklen Mächten öffnen, wenn wir diese Frage vernachlässigen und nach dem Motto leben - Gesundheit um jeden Preis.

Bei der wissenschaftlichen Überprüfung des Urins lassen sich positive Wirkungen nicht nachweisen. Der Harn enthält: Endprodukte des Stoffwechsels, auch als harnpflichtige Substanzen bezeichnet wie Kreatinin, Harnsäure, Harnstoff, Elektrolyte in geringerer Konzentration als im Blut. Hierzu gehören Natrium, Kalium, Calcium, spurenhaft Albumin und einzelne Aminosäuren.
Experimentelle Untersuchungen haben keinen Nachweis einer Heilwirkung erbracht. Wenn es dennoch zur Abheilung von Krankheiten kommt, so sind hierfür die körpereigene Immunabwehr verantwortlich zu machen.

Welche Risiken der Urintherapie liegen vor?

Im Harn wachsen wenige Minuten nach der Ausscheidung Keime heran, so dass es bei der Einnahme und Einreibung, ohne vorhergehende Sterilisation zu Infektionen kommen kann.
Der Harn wird tatsächlich häufig unbehandelt angewendet, um mit den Keimen das Immunsystem "anzuregen". Dies ist jedoch keine Hilfe für den Patienten, sondern eine Schädigung durch Bakterien. Der Patient kann auch dadurch geschädigt werden, dass mit dem Harn auch Viren ausge­schieden werden z.B. Masernviren.

Bei Harninjektionen besteht die Gefahr, dass sich an der Einstichstelle ein Abszess, also eine eitrige Entzündung bildet. Als Unverträglichkeitsreaktionen können auch Hautausschlag, Schwindel, Kopf­schmerzen, Fieber und Herzklopfen auftreten.
Das Urintrinken kann auch auf psychischem Wege (Ekel vor dem Urin) zu Nebenwirkungen führen wie Durchfall, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und anderes mehr.
Im Harn können sich auch mit Nahrung- und Genussmittel aufgenommene und im Stoff­wechsel entstandene Gifte aus dem Körper befinden. Wird der Harn nun getrunken, so werden diese Giftstoffe im Magen-Darm-Trakt wieder freigesetzt und vom Körper auch wieder aufgenommen.

Die Zusammensetzung des Urins schwankt im Tagesablauf je nach Nahrungsauf­nahme beträchtlich, so dass eine einheitliche Wirkung nicht erwartet werden kann. So kann zusammenfassend gesagt werden, dass die Harntherapie aus wissenschaftlichen Gründen abgelehnt werden muss, da eine positive Wirkung nicht nachgewiesen ist und erhebliche Nebenwirkungen durch Infektionen und auch allergischen Reaktionen in vielen Fällen festgestellt wurde.

Wie steht es nun mit der geistlichen Beurteilung?

Christen sollen alles beurteilen und nach dem geistlichen Ursprung fragen, gemäß dem Bibelwort:

Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt.

1. Thessalonicher 5, 21 und 22

Wie eingangs erwähnt, stammt die Urintherapie aus den asiatischen Religionen, aus dem Hinduismus und aus der chinesischen Philosophie. Eine gemeinsame Grundlage ist der falsche Glaube an ein "vibrierendes Universum", d. h. eine unsichtbare verborgene Kraft oder Energie, die universell und übernatürlich ist und hinter der sichtbaren, d. h. sowohl hinter dem Universum und der Natur als auch hinter dem Menschen und seiner Krankheit als letzte Wirklichkeit stehen soll. Man meint: Durch diese kosmische Kraft bestehe eine innere energetische Verbunden­heit und Verwandtschaft zwischen der Schöpfung, also dem Universum und der Natur und den Menschen. Der Mensch sei ein Teil des kosmisch Ganzen, also ein so genannter kosmischer Mensch. Gesundheit bedeutet damit, dass der Mensch durch diese kosmische Energie mit dem Universum in Harmonie gebracht wurde. Krankheit bedeutet eine Störung des kosmischen Energieflusses. Der Urin als besonderer Saft soll den kranken Menschen wieder in Harmonie mit dem Kosmos bringen und den Energiefluss normalisieren. Dadurch sollen auf spiritistische Weise Krankheiten geheilt werden. Dies steht aber im völligen Gegensatz zu dem christlichen Menschen- und Weltbild.

Als Christen aber glauben wir an Gott als den Schöpfer Himmels und der Erden, der alle Welt geschaffen hat und auch unser Schicksal in seinen Händen hält und an Jesus Christus, Gottes Sohn, durch den wir von der Knechtschaft der Sünde erlöst sind und ewiges Leben haben, wenn wir Buße tun und IHN als unseren Heiland aufnehmen. Krankheiten sind durch die Sünde in die Welt gekommen und bis zur Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus werden Menschen an Krankheiten leiden und jeder wird infolge einer Krankheit sterben müssen.

Die Urintherapie ist also aus wissenschaftlichen Gründen - keine heilende Wirkung und schädliche Nebenwirkungen - sowie aus geistlichen Gründen abzulehnen.

Das Ziel unseres Herrn Jesus Christus mit uns ist nicht die Abschaffung der Krank­heit, sondern das ewige Leben.
Diese "Heilung für die Ewigkeit" darf jeder erfahren, der Buße tut und Jesus Christus aufnimmt in sein Leben und sich bekehrt.
Für die Heilung körperlicher Krankheiten gilt die naturwissenschaftliche Medizin, weil sie sich nach den Erkenntnissen der Naturwissenschaft richtet. Gott hat unseren Körper und die Welt nach seiner göttlichen Weisheit geschaffen.

In Jesus Christus haben wir eine lebendige Hoffnung, dass unser sterblicher Leib bei der ersten Auferstehung in einen unsterblichen Leib umgewandelt wird und wir dann bei Christus sind alle Zeit. Wir wollen uns mit diesen Worten untereinander trösten (1. Thessalonicher 4, 18):

Er aber, der Gott des Friedens heilige euch durch und durch
und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt,
untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.

(2. Thessalonicher 5, 23)


Tapen

Der Begriff Tapen wird für unterschiedliche Anwendungen gebraucht.

 

1. Tapeverbände

Beim  Tapeverband handelt sich um einen von Medizinern verwendeten Verband bei Verletzungen überwiegend in der Sportmedizin.

medizinischer Tapeverband am Finger

Ein Tapeverband (englisch tape ‚Band‘) aus Pflasterklebeband, oft auch kurz als Tape oder Taping bezeichnet, wird in Sportmedizin, Unfall-chirurgie und Orthopädie, sowohl zur Behandlung, als auch zur Prävention eingesetzt. Er stellt dabei die behandelten Gelenke oder Muskeln nicht vollständig ruhig, sondern verhindert nur unerwünschte oder übermäßige Bewegungen (funktioneller Verband).

Die Wirkung beruht darauf, dass die auf der Haut haftenden Pflasterstreifen die auftretenden Kräfte auf die Haut übertragen und so beispielsweise den Kapsel-Band-Apparat eines Gelenkes stützen (Augmentation) und die Wahrnehmung von Körperbewegung verbessern (Propriozeption). Zudem können sie einer Anschwellung des Gewebes entgegenwirken (Kompression) oder verletzte Gelenke oder Knochen an unverletzten fixieren (Schienung).

Die Anwendungsmöglichkeiten von Tapeverbänden sind vielseitig, geeignete Verbände sind unter anderem für alle Gelenke an Armen und Beinen beschrieben.
Grundsätzlich sind die für Tapeverbände verwendeten Pflasterstreifen unelastisch und einseitig mit einer Klebemasse beschichtet. Dabei unterscheidet man abhängig von der Funktion Anker-, Zügel-, Fixations- und Schalungsstreifen.
Verbandsmaterial, das noch vor den Pflasterstreifen als erste Schicht auf die Haut aufgebracht wird, bezeichnet man als Unterziehtape. Unterziehtape und Pflasterklebestreifen werden ohne nennenswerten Anpressdruck faltenfrei angelegt. Voraussetzung dafür sind sowohl eine kompetente Diagnose als auch entsprechendes Fachwissen des Behandlers.

Häufige gut wissenschaftlich belegte Anwendungen sind Verletzungen des Sprunggelenkes (Fuß). Auch der Dachziegelverband beim Bruch einer oder mehrere Zehen zählen dazu. Dabei werden schmale Pflasterstreifen nach Polsterung dachziegelartig übereinander auf dem Zeh befestigt und dabei zur Stabilisierung an der gesunden Zehe fixiert. (man kann einen Zeh ja schlecht eingipsen). Die für Tapeverbände verwendeten Pflaster sind meist weiß oder beigefarben.

2. Kinesio-Taping-Verfahren

Beim Kinesio-Taping (auch Aku-,  Chiro-, Pino-, Medi- oder K-Taping genannt) handelt es sich um einen alternativmedizinischen Verband, dessen Wirkung wissenschaftlich nicht belegt ist und dessen Anwendung deshalb von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt wird.

(Kinesio) Fersen-Taping
Vor rund 30 Jahren entwickelte der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase ein spezielles elastisches Pflaster. Es dehnt sich und zieht sich wieder zusammen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Die ca. 5 cm breiten Tapes werden in zahlreichen Farben hergestellt, wodurch sie nach speziellen Farbenlehren angewendet werden können.

So heißt es in einer Anwenderbeschreibung u.a.: Welche Farbe des Tapes verwendet wird, entscheidet, wie es wirken soll. Blau eignet sich vorrangig für Schmerzen sowie Schwellungen, da es eher beruhigt. Rot aktiviert mittels seiner anregenden Wirkungsweise die Muskulatur.

Kinesio- Tapes werden bei Beschwerden oder vorbeugend  bei Sportlern auch während der Wettkämpfe angewendet.
Die Wirkung beruht nach Aussage der Verfechter der Methode im Wesentlichen auf zwei Faktoren. Zum einen auf der direkten Stimulation der Hautrezeptoren und zum anderen auf einer wellenförmigen Gewebeanhebung unter dem Band. Dadurch würde unter dem Tape die Blut- und Lymphzirkulation erhöht.
Um den gewünschten Effekt zu erzielen, sei es wichtig, dass das Tape exakt passend zum Verlauf der zu unterstützenden Muskeln und Sehnen geklebt wird. Zur Behandlung konkreter Beschwerden ist jedoch stets ein medizinischer Fachmann nötig.

Wissenschaftliche Beurteilung

Die amerikanische Zeitschrift Sports Medicine hat eine Reihe von Studien zur Wirkung von Kinesio-Taping ausgewertet. Danach haben die Tapes kaum messbare und dauerhafte Wirkungen, die eher noch auf Placeboeffekten beruhen.
Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten im Gegensatz zu den meisten Privatkassen diese Leistung nicht.

Geistliche Beurteilung

Das Kinesio-Taping wurde auf dem geistigen Hintergrund der alternativmedizinischen Lehre der Kinesiologie entwickelt. In der sogenannten angewandten Kinesiologie werden Begriffe und Lehren aus der Meridian- und der Elementenlehre verwendet. So wird beispielsweise der Begriff  Energie in Anlehnung Sinne von „Lebensenergie“ (CHI) benutzt. Auf diesem Hintergrund ist das Kinesio-Taping für Christen abzulehnen, da Wurzel und Frucht nicht zu trennen sind.
Das Konzept der Kinesiologie ist auch mit anerkannten naturwissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen nicht vereinbar.

(Stand: 5.2014)

Quellen

de.wikipedia.org/wiki/Tapen
de.wikipedia.org/wiki/Kinesio-Tape
de.wikipedia.org/wiki/Kinesiologie
med-library.com


Qigong - eine alternative Heilmethode auf dem Prüfstand

Viele Menschen, die an Qi glauben, haben die Vorstellung, dass es im Körper nach verschiedenen Mustern zirkuliert. Sie sind der Auffassung, dass es ein Qi der inneren Organe gibt, das in den Leitbahnen (Meridianen) kreist und eine schützende Wirkung an der Körperoberfläche und dicht um den Körper herum hat.

Praktiken wie die aus China stammende Akupunktur, Akupressur, Tai Chi, Qi-Gong, Feng Shui, Tuina oder die japanischen Formen,wie Shiatsu, Reiki und eine unüberschaubare Anzahl von modernen Abkömmlingen dieser Therapien überschwemmen unsere Gesellschaft. So unterschiedlich sie im Einzelnen sein mögen, haben sie doch eines gemeinsam:

Sie bauen auf der Theorie einer manipulierbaren Kraft Qi auf. Was hat es mit diesem Qi auf sich, auf welchem weltanschaulichen Konzept baut diese Idee auf, und was hat das alles mit Religion zu tun? Fragen, die auch für Christen von Bedeutung sind.

Qigong, in geläufiger deutscher Schreibweise auch Chigong, ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist.

Auch Kampfkunst-Übungen werden darunter verstanden. Zur Praxis gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrations- und Meditationsübungen.
Die Übungen sollen der Harmonisierung und Regulierung des Qi-Flusses im Körper dienen.
„Qi“ (ähnlich wie „tchi“ ausgesprochen, im Japanischen und Koreanischen „ki“) steht in der chinesischen Philosophie und Medizin sowohl für die bewegende als auch für die vitale Kraft des Körpers, aber auch der gesamten Welt.

In der chinesischen Sprache hat es die Bedeutung von Atem, Energie und Fluidum.
Der Begriff umfasst viele Ausprägungsformen und Wirkungsweisen. „Gong“ als chinesischer Begriff bedeutet einerseits „Arbeit“, aber auch „Fähigkeit“ oder „Können“. Somit kann man Qigong übersetzen als „stete Arbeit am Qi“ oder auch als „Fähigkeit, Können, mit Qi umzugehen, es zu nutzen“.

Viele Menschen, die an Qi glauben, haben die Vorstellung, dass es im Körper nach verschiedenen Mustern zirkuliert. Sie sind der Auffassung, dass es ein Qi der inneren Organe gibt, das in den Leitbahnen (Meridianen) kreist und eine schützende Wirkung an der Körperoberfläche und dicht um den Körper herum hat.

Das Konzept des Qi-Gong ergibt sich aus dem religiösen und philosophischen Zusammenhang des daoistischen Weltbildes. Durch diese Übungen soll man die Kraft Qi in sich aufnehmen und stärken, um so Gesundheit und Wohlbefinden zu erlangen.
Als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Qi Gong sowohl präventiv als auch intervenierend genutzt. Es ist eine der fünf Grundsäulen, auf denen die traditionelle chinesische Medizin aufbaut.

Wissenschaftliche Beurteilung

Das Konzept der Kraft Qi ist magisch-spirituellerArt. Es handelt sich dabei um eine religiöse Idee. Weder für die reale Existenz einer Kraft Qi, noch für die Energiemeridiane im Körper, noch für die sogenannten "Chakren" gibt es wissenschaftliche Belege.

Geistliche Beurteilung

Die Methode ist untrennbar mit dem fernöstlich- religiösen Welt -und Menschenbild der TCM (Traditionellen chinesischen Medizin) verbunden und war deshalb im kommunistischen China verboten.
Sollte es bei einer Anwendung zu einer Verbesserung des Gesundheitszustands kommen, sind diese entweder mit übernatürlichen Kräften, (wie sie die TCM für sich in Anspruch nimmt) oder durch psychische Reaktionen erklärbar.

So erklärt auch der Bildungsforscher und Erziehungswissenschaftler Prof. Reinhard Franzke:
„In Wahrheit ist Qi Gong eine okkult-magische Praktik. Qi Gong öffnet die Tür zu Jenseitswelten und Jenseitsmächten. Qi-Gong-Übende hantieren mit höchst dubiosen Kräften und Energien aus dunklen Quellen.“

Deshalb besteht die Gefahr einer okkulten Belastung bzw. einer okkulten Besessenheit.
Christen werden aber in der Bibel ausdrücklich davor gewarnt, sich mit geistigen Kräften neben Gott einzulassen oder kosmische Kräfte für sich in Anspruch zu nehmen (Kol 2,8) Diese gehen von den Mächten des Kosmos (Eph 6,12) und letztlich vom Fürsten des Kosmos (Joh.12,31) aus.

Der Fürst dieser Welt will den Menschen von Gott isolieren und selbst an seine Stelle treten.
Deshalb sollten Christen sich von allen Methoden der TCM, zu der auch das Qi Gong gehört distanzieren und falls schon praktiziert, darüber Buße tun.


Pilates - Ein Trendsport für Christen?

 

 

Pilates boomt.

Tausende machen es den Großkopferten nach und finden in Fitnessstudios und Volkshochschulkursen ihre persönliche Mitte. Als Quell neuen Lebensglücks gilt den Jüngern der Trendsportart das abdominale "Powerhouse" des Körpers mit seinen "core muscles" so lautete es in einem Artikel1 des „Spiegel“  schon vor einigen Jahren. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Worum handelt es sich bei diesem Trend? Zunächst einige Informationen aus dem Online-Lexikon Wikipedia2:

Definition

Pilates, auch Pilates-Methode genannt, ist ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur, primär von Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Das Pilatestraining kann auf der Matte und an speziell entwickelten Geräten stattfinden. Erfunden hat es der 1883 in Mönchengladbach geborene Joseph Hubert Pilates. Er nannte seine Methode zunächst Contrology, da es bei Pilates darum geht, die Muskeln mit Hilfe des Geistes3  zu steuern.
Da „Pilates“ kein geschützter Begriff ist und eine einheitlich festgeschriebene Ausbildung fehlt, gibt es weltweit viele unterschiedlich arbeitende Pilatestrainer.

Geschichte

Joseph Hubert Pilates (1883–1967) arbeitete als junger Mann in Mönchengladbach als Brauerei-Gehilfe. Als Deutscher wurde er zu Beginn des Ersten Weltkrieges in Großbritannien interniert. In dieser Zeit entwickelte er das Konzept eines ganzheitlichen Körpertrainings, welches zu einer guten Konstitution und Haltung beitragen sollte, und zwar zunächst für mit ihm internierte Soldaten.
Er studierte östliche Trainingsmethoden wie Yoga und Zen-Meditation sowie Tierbewegungen und unterrichtete seine Mitgefangenen in der von ihm entwickelten Methode, indem er sie auf Matratzen trainieren ließ.
Pilates kehrte nach dem Krieg nach Deutschland zurück und arbeitete dort mit wichtigen Vertretern der Bewegungslehre zusammen, wie etwa Rudolf von Laban, einem Tanzlehrer. Dieser erläutert in seinen Schriften Grundlagen seiner Lehre, nach denen der Tänzer durch den Einklang von Körper, Seele und Geist eine harmonische Verbindung mit dem Universum erfährt und künstlerisch auszudrücken vermag.
1926 wanderte Pilates  nach New York aus. Er eröffnete ein Trainingsstudio mit seiner Lebensgefährtin Clara auf Anregung von Rudolf von Laban im Gebäude des New York City Ballets, was die Nähe der Methode zum Tanz erklärt.
1967 starb Pilates im Alter von 84 Jahren, Für das Fortleben seiner Ideen sorgten Schüler, die eigene Studios eröffneten und die Methode weiterentwickelten.
In den 1990er Jahren wurde Pilates zum Wellness-Trend und von immer mehr Fitnessstudios und anderen Anbietern aufgegriffen.

Die Methode

Die Pilates-Methode ist ein ganzheitliches Körpertraining, in dem vor allem die tief liegenden, kleinen und meist schwächeren Muskelgruppen angesprochen werden, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen sollen. Das Training umfasst Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung.
Angestrebt werden die Stärkung der Muskulatur, die Verbesserung von Kondition und Bewegungskoordination, eine Verbesserung der Körperhaltung, die Anregung des Kreislaufs und eine erhöhte Körperwahrnehmung.

 

Grundlage aller Übungen ist das Trainieren des so genannten „Powerhouses“, womit die in der Körpermitte liegende Muskulatur rund um die Wirbelsäule gemeint ist, die so genannte Stützmuskulatur. Die Muskeln des Beckenbodens und die tiefe Rumpfmuskulatur werden gezielt gekräftigt.

Wichtige Prinzipien

Pilates-Prinzipien wurden erstmals in dem 1980 veröffentlichten, ersten Buch über Pilates The Pilates Method of Physical and Mental Conditioning erwähnt. Joseph Pilates selbst verwendete das Wort Prinzipien übrigens nicht. Die Prinzipien sind also etwas, was später aus der Methode extrahiert wurde. Die sechs Prinzipien wurden später in anderen Büchern über Pilates nahezu gleichlautend verwendet. Die sechs Prinzipien, die Friedman & Eisen beschreiben sind:

  • Konzentration – concentration
  • Zentrierung – centering
  • Kontrolle – control
  • Atmung – breathing
  • Präzision – precision
  • Fluss – flowing movement

Später wurden diese oft um weitere Prinzipien ergänzt. Hier eine Beschreibung der häufig genannten Prinzipien:

Kontrolle
Ein wesentlicher Grundsatz des Trainings ist die kontrollierte Ausführung aller Übungen und Bewegungen. Dadurch sollen auch die kleineren „Helfermuskeln“ gestärkt werden.

Konzentration
Mit Hilfe von Konzentration sollen Körper und Geist in Harmonie gebracht werden. Jede Bewegung soll mental kontrolliert werden, die Aufmerksamkeit soll ganz auf den Körper gerichtet sein.

Atmung
Bewusste Atmung spielt bei Pilates eine wichtige Rolle. Sie soll Verspannungen entgegenwirken und die Kontrolle über den Körper erhöhen. Deshalb wird die Atmung in das Zwerchfell trainiert.

Zentrierung
Mit Zentrierung ist die Stärkung der Körpermitte gemeint, das so genannte Powerhouse, das vom Brustkorb bis zum Becken reicht und alle wichtigen Organe enthält. Die Stärkung der Powerhouse-Muskulatur kräftigt vor allem den Rücken und kann sich bei Rückenschmerzen positiv auswirken.

Entspannung
Bewusste Entspannung soll helfen, Verspannungen aufzufinden und zu lösen. Entspannung ist bei Pilates jedoch nicht das Gegenteil von Körperspannung.

Fließende Bewegung
Alle Übungen werden in fließenden Bewegungen ausgeführt, ohne längere Unterbrechungen. Es gibt keine abrupten isolierten Bewegungen.

Kritik

Vielfach wird kritisiert, dass die Bezeichnung Pilates-Trainer nicht geschützt ist. Zahlreiche Trainer hätten nur einen Wochenend-Crashkurs absolviert. Statt dessen sei eine umfassende Ausbildung notwendig, um Kenntnisse über die Gefahren des Pilatestrainings zu erlernen. Es gebe jedoch keine einheitlichen Richtlinien für die Ausbildung. Wissenschaftliche Untersuchungen gibt es kaum. Vorsicht sei bei diversen Übungen bei Übergewichtigen geboten. Wer unter chronischen oder akuten Erkrankungen leidet, sollte grundsätzlich seinen Arzt um Rat fragen. Gefährlich seien unter anderem Entzündungen jeder Art, akute Bandscheibenvorfälle und Osteoporose mit Extremstellungen der Wirbelsäule.
Soweit einige Ausführungen von „Wikipedia“

Medizinische Beurteilung

Es ist medizinisch unbestritten, dass eine gezielte Stärkung einzelner Muskelpartien helfen kann, chronische Rückenschmerzen zu lindern bzw. zu vermeiden. So bieten z.B. einige Krankenkassen eine „Rückenschule“ an. Dort lernt man nicht nur, wie man sich so bückt, dass die Wirbelsäule geschont wird, sondern man bekommt auch entsprechende gymnastische Übungen gezeigt4 mit denen ein chronischer Rückenschmerz durch eine gezielte Stärkung einzelner Muskelpartien vermieden werden kann.
Das Pilates -Training geht aber weit darüber hinaus und umfasst auch den geistlichen Bereich.
J. Pilates5  begann in jungen Jahren intensiv damit, seinen Körper zu kräftigen und betrieb Bodybuilding, Gymnastik, Turnen, Boxen und Skifahren. Daneben beschäftigte er sich auch mit fernöstlichen Entspannungs- und Meditationspraktiken wie Zen und Yoga.
Er nannte sein Training zuerst Contrology, da es bei den Übungen darum geht, die Muskeln mit Hilfe des Geistes zu steuern. Die etwa 500 Übungen im Pilates sind eine Zusammenstellung von verschiedenen Trainingsmethoden, die eine Mischung von Yoga, Atem- und Entspannungsübungen, sowie Ganzkörper-, Muskel- und Krafttraining darstellen.
Es ist daher mehr als nur ein Weg, seinen Körper fit zu halten. Pilates umfaßt auch Konzentrations-, Meditations- oder Entspannungsübungen, die den fernöstlichen Systemen entlehnt sind. Pilates wird oft mit Yoga, Imaginationen oder anderen esoterischen Praktiken kombiniert oder zusammen angeboten. In einer Studie (Gegenüberstellung einer Pilates- und einer Gymnastikgruppe) ergab sich, dass die erzielbaren Verbesserungen bei den Gymnastikübenden nur einen etwas geringeren Umfang hatten.

Geistliche Beurteilung

In einem Artikel für den Decathlon -Sportlerblog heißt es u.a:" ... Hinzu kommt, dass das Powerhouse das Energiezentrum des Körpers bildet. Als Energie ist hier nicht nur die körperliche Kraft sondern auch die geistige Kraft und Vitalität gemeint. Das hat übrigens schon Leonardo da Vinci im 15. Jahrhundert erkannt und auch chinesische Wissenschaftlicher schwören seit Jahrtausenden auf die Bedeutung des Körperzentrums:   Bewegungen die von der Körpermitte bzw. dem Powerhouse ausgehen, ermöglichen die optimale Umsetzung des Energiepotenzials. Pilates ist also auch eine Disziplin, um das Körperbewusstsein zu verbessern und Kräfte freizulassen."
Deshalb gilt: Obwohl die Körperübungen im Vordergrund stehen, gelten auch bei Pilates die bei Yoga, Autogenem Training und Zen-Meditation bestehenden geistlichen Gefahren.
Ebenso ist zu bedenken, dass alle Therapien wie Pilates (und auch Yoga), die eine Konzentration auf den eigenen Körper zum Inhalt haben, geistlich zu hinterfragen sind. Bei Pilates sind es bestimmte Muskelgruppen, die gestärkt werden sollen.
Durch Konzentration auf diese rund um das Becken liegenden Muskelgruppen wird ein Nutzen für den ganzen Körper erwartet.

Fazit

Grundsätzlich ist nichts gegen ein Training von Muskelgruppen einzuwenden wie dies z.B. beim Zirkeltraining oder bei Kraftübungen in Fitnessstudios der Fall ist, mit dem Ziel diese  Muskelgruppen zu stärken.  Dies kann – wie eine Rückenschule- auch bei Rückenproblemen eine Hilfe sein.
Pilates jedoch ist in seiner Wirkung eine Mischung aus Yoga, Atemtherapie, Krafttraining und Entspannung. So bringt es Lutz Hertel, Vorsitzender des Deutschen Wellness Verbandes in Düsseldorf auf den Punkt7.
Aufgrund der Nähe zu unbiblischen Philosophien, verbunden mit der Konzentration  auf den eigenen Körper stellt das Praktizieren von Pilates, wie auch andere aus fernöstlichen Gedankengut stammende Methoden eine Form der Selbsterlösung dar.
Darum gilt für Christen hier das Bibelwort:

Sehet zu, dass euch niemand einfange durch die Philosophie und leere Täuschung, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt, und nicht Christus gemäß.
Kolosser 2, 8

Im Ergebnis bedeutet dies, kein Pilates zu praktizieren und falls schon geschehen -vielleicht in Unkenntnis der geistlichen Quellen dieser Methode - darüber Busse zu tun.

In einem Artikel zu Sport und Fitness wird die enge Verbindung zwischen Yoga und Pilates herausgestellt: Dies soll hier als Anhang noch dargestellt werden.

Warum sind Yoga und Pilates so ähnlich?8

Die Optimierung des Energieflusses im Körper ist das gemeinsame Ziel von Yoga und Pilates. Daher sind sich Übungen aus beiden Bereichen oftmals recht ähnlich.
Yoga und Pilates bündeln die Energie im Körper
Auf dem Weg zu einem gesunden, ausgeglichenen Leben setzen viele Menschen auf Entspannungsübungen. Immer populärer wird dabei auch in der westlichen Welt das Yoga. Ursprünglich stammt es aus Indien. Doch inzwischen praktizieren mehrere Millionen Deutsche regelmäßig die Übungen. Sie wollen damit die in ihnen steckende Energie bündeln und in die richtigen Bahnen lenken. Denselben Ansatz verfolgt auch Pilates.
Es geht also sowohl beim Yoga als auch beim Pilates um die Energie, die in jedem einzelnen Menschen steckt. Die Fähigkeit, sie zu bündeln, hat jeder - er muss nur die richtigen Übungen ausführen. Die Begrifflichkeiten von Yoga und Pilates unterscheiden sich, doch mit unterschiedlichen Worten wird Ähnliches beschrieben. Diese Ähnlichkeit kommt nicht von ungefähr, denn Pilates ist wesentlich sowohl vom Yoga als auch vom chinesischen Qigong beeinflusst.
Pilates spricht mit modernen Bezeichnungen und Schlagwörtern wie "Powerhouse" vor allem auch viele junge Menschen an. Das Wort bezeichnet die zentralen Muskeln des Körpers, etwa im Rücken, im Bauch, in der Brust und im Bereich des Beckens. Auf dem Powerhouse basieren die meisten Übungen im Pilates.
Ruhige Atmung und konzentrierte Übungen bei Yoga und Pilates.

 

Beim Yoga wie beim Pilates spielt die Atmung eine sehr wichtige Rolle. Im Mittelpunkt stehen langsame und fließende Bewegungen. Dazwischen stehen immer wieder Dehnungen auf dem Programm. Der Übergang zwischen Yoga und Pilates ist daher durchaus fließend.


Klangschalentherapie

Eine Klangschale ist eine Schale aus Bronze, die angeschlagen oder angerieben wird und dabei Töne erzeugt. In den westlichen Ländern sind Klangschalen ein beliebtes Utensil in der Esoterik- und Meditations-"Szene", wo sie zur Meditation, zur Klangtherapie und zur Klangmassage verwendet werden. Seltener ist der Einsatz als bloßes Musikinstrument.

 

Eine Klangschale ist eine Schale aus Bronze, die angeschlagen oder angerieben wird und dabei Töne erzeugt. In den westlichen Ländern sind Klangschalen ein beliebtes Utensil in der Esoterik- und Meditations-"Szene", wo sie zur Meditation, zur Klangtherapie und zur Klangmassage verwendet werden. Seltener ist der Einsatz als bloßes Musikinstrument.

Eine Klangschale ist eine Schale aus Bronze, die angeschlagen oder angerieben wird und dabei Töne erzeugt. In den westlichen Ländern sind Klangschalen ein beliebtes Utensil in der Esoterik- und Meditations-"Szene", wo sie zur Meditation, zur Klangtherapie und zur Klangmassage verwendet werden. Seltener ist der Einsatz als bloßes Musikinstrument.

Herstellung

Klangschalen bestehen traditionell aus einer Legierung aus Kupfer und Zinn (Bronze) und können darüber hinaus eine Reihe von Begleitmetallen enthalten (z.B. Eisen, Zink, Blei, Arsen und Antimon, sowie Spuren von Silber, Gold, Selen und Tellur).

Bei der Herstellung wird das Metallgemisch geschmolzen und in kleinen Mengen in Gussformen gefüllt. Aus dem flachen, runden Metall-Rohling wird die Klangschale unter Hitze in Form getrieben und anschließend poliert. Der Preis einer Klangschale richtet sich nach ihrem Gewicht und liegt typischerweise zwischen 50 und 800 €. Aus Kostengründen werden Klangschalen heutzutage jedoch meist aus einer wesentlich günstigeren Messinglegierung gefertigt oder sie werden lediglich gegossen.

Erzeugung der Töne

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Klangschale zu spielen:

  1. Die Klangschale wird mit einem hölzernen Klöppel am Rand oder an der Außenseite gerieben, dergestalt, dass der senkrecht gehaltene Klöppel von außen um die Schale geführt und dabei immer in Richtung Mitte gegen die Schale gepresst wird. Ähnlich wie bei einem Weinglas, das mit nassem Finger gerieben wird, entsteht ein singender, durchdringender Ton. Je nach Stärke des ausgeübten Drucks, der Entfernung des reibenden Klöppels zum Rand, und der Art des Untergrundes, auf dem die Schale steht, können verschiedene Obertöne hörbar werden.
  2. Die Klangschale wird mit einem Klöppel angeschlagen, am besten oben kurz unterhalb des Randes. Die Töne können je nach verwendetem Klöppel (ungepolstert oder gepolstert), der Klangschalenform und -größe sehr dunkel oder sehr hell sein. Klangschalen sind sehr weit zu hören, ähnlich, aber nicht so weit wie Glocken, und mit weicherem Klang.

Die Klangtherapie

Klangtherapie ist eine allgemeine Bezeichnung für eine Vielfalt von alternativmedizinischen und Wellness-Behandlungsangeboten, bei denen mit akustischen Schwingungen (Tönen, Geräuschen, Musik, allgemein Schall) gearbeitet wird.

Die Klangmassage

Bei einer Klangmassage, auch Klangschalenmassage, werden Klangschalen auf den bekleideten Körper aufgesetzt und angeschlagen bzw. angerieben oder direkt über den Körper gehalten, ohne ihn zu berühren. Auf diese Weise überträgt sich der Schall des erzeugten Tons auf den Körper. Dies wird als Vibration im Körper wahrgenommen.

 

   Vibrationen im Körper

Erklärung der Wirkung

Dem Klang der Schalen werden in der westlichen Esoterik-Szene zahllose präventive und heilende Wirkungen zugeschrieben

Die Wirkung der Klangmassage wird zum einen damit erklärt, dass der menschliche Körper überwiegend aus Wasser besteht, das durch die Schallwellen in Bewegung versetzt wird. Dieser Effekt wirke letztlich wie eine innerliche Massage der Körperzellen. Körperliche und auch seelische Verspannungen und Blockaden sollen so gelöst werden. Wissenschaftliche Belege für diese Theorie gibt es nicht.

Die andere Erklärung geht davon aus, dass bestimmte Töne, die durch Klangschalen erzeugt werden, den verschiedenen Chakren  (angebliche feinstoffliche Energiezentren) im Körper zugeordnet werden können und diese beeinflussen. Bei „Störungen“ der Chakren sollen diese dann mit Hilfe der Klangmassage harmonisiert und positiv beeinflusst werden bzw. angebliche Blockaden gelöst werden “. Wissenschaftlich lässt sich dieser Ansatz nicht nachvollziehen.

Der Autor Peter Hess vertritt die Theorie, dass die Töne der Klangschalen die Behandelten in einen tranceähnlichen Zustand versetzt; diese Wirkung ähnelt Ritualen von Schamanen. In diesem Zustand seien Veränderungen auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene möglich.

Im Wellness-Bereich werden Klangschalen nach persönlicher Vorliebe ausgewählt; die Klangmassage soll einfach die Entspannung fördern.

In der Körpertherapie kann, nach Aussagen der Therapeuten, die Klangmassage bei der Aufarbeitung von Traumatisierungen unterstützen. Die Klänge sollen in das „Körpergedächtnis“ vordringen und das Trauma lösen. Beweise für die Existenz eines solchen „Körpergedächtnisses“ gibt es allerdings nicht.

Astrologisch orientierte Anbieter nutzen die mathematischen und astronomischen Herleitungen von Cousto, der die Umlauffrequenzen der Planeten durch Oktavierung in den hörbaren und auch sichtbaren Bereich gebracht hat. Bei Klangschalen, deren Klangspektren solche Töne enthalten, spricht man von Planetenschalen.

Wissenschaftliche Beurteilung

Klangschalen sind wahrscheinlich ursprünglich ein traditionelles Küchengeschirr aus dem fernöstlichen Raum, vornehmlich aus Tibet, Nepal, China, Japan und Indien. Dass die Klangtherapie eine uralte buddhistische Methode ist, was häufig in der westlichen Esoterik-Szene behauptet wird, lässt sich nicht belegen.

Auch heutige westliche Anwender geben zu, dass sich ein Zusammenhang mit dem östlichen Ritualwesen nicht schlüssig beweisen lässt. Von dort sind lediglich große Metallbecken bekannt, die wie ein Gong angeschlagen wurden.

Die handwerkliche Fertigung der Schalen wurde in der Himalaya-Region zwischen 1900 und 1940 fast völlig aufgegeben. Im Westen entstand jedoch etwa in den 1980er Jahren die Überzeugung, dass es sich bei den tibetischen Metallschalen um „Klangschalen“ handelt, und sie lassen sich unzweifelhaft zum Erzeugen von Tönen verwenden.

Geistliche Beurteilung

Bei der Beurteilung einer Therapiemethode müssen wir zunächst nach der wissenschaftlichen Belegbarkeit fragen.

Für die medizinische Wirkung der Klangschalentherapie gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Da diese Therapie im esoterisch/ alternativmedizinischen Umfeld angeboten wird, ist Vorsicht geboten. Christen sollten von dieser Methode Abstand nehmen, da sie durch die Therapien bzw. die Person der Therapeuten in eine Bindung an fremde Geistesmächte kommen können. Wenn sich auch keine Herleitung aus buddhistischen Ritualen nachweisen lässt, kommt der Betroffene doch über Absichten der Therapeuten z.B den Patienten „energetisch zu harmonisieren“ oder „ energetisch aufzuladen oder in einen tranceähnlichen Zustand zu versetzen, damit in Berührung. Meist bietet der Therapeut noch andere Methoden an, die ihre Quellen in demselben Gedankengut aus der heidnisch religiösen Welt des Fernen Ostens haben. Er arbeitet mit deren Kraftwirkungen, die er möglicherweise auch mit der Klangtherapie an den Patienten weitergibt. Auch hier gilt- wie die Wurzel-so die Frucht.

Lektor: Prof. Dr. med. Manfred Weise

Quellennachweis: www.wikipedia Klangschale, Klangtherapie aufgerufen am 2.2.2013


Irisdiagnose - kann man Krankheiten des Körpers am Auge erkennen?

Das Prinzip dieser Krankheitsbestimmung ist die Einteilung der Iris in Organfelder, die im Uhrzeigersinn angeordnet sind.

 

Der Ausdruck "Irisdiagnose" setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern "Iris" = Regenbogen und "Diagnosis" = Unterscheidung zusammen.

 

Definition

"Irisdiagnose ist das Erkennen, Ersehen von Krankheiten aus den Veränderungen der Regenbogenhaut des Auges."

"Das Prinzip dieser Krankheitsbestimmung ist die Einteilung der Iris in Organfelder, die im Uhrzeigersinn angeordnet sind. Man unterscheidet zwölf Abschnitte in der Iris und ordnet diese verschiedenen Organen zu. So sollen sich angeblich in einem schmalen Ring, direkt um die schwarze Pupille, Krankheiten des Magens zeigen. Die Beine sollen ihre Entsprechung in den Sektoren sechs und sieben, die Kopforgane in den oberen Abschnitten der Iris haben. Sektor zwölf soll dem Gehirn (Cerebrum) entsprechen. Jede Erkrankung soll nun eine Veränderung in dem betreffenden Organfeld der Iris hervorrufen.
Geschichtlich gesehen geht die Irisdiagnostik, genau die die Akupunktur, auf die alte chinesische Heilkunst zurück. Beide Heilmethoden haben auch Querverbindungen zur Astrologie.

Bei der Irisdiagnostik wurde ursprünglich im alten China vor etwa 3.000 Jahren das Auge in fünf konzentrische Zonen eingeteilt, deren Veränderungen diagnostisch ausgewertet wurden. Die später erfolgte Einteilung in zwölf Felder entspricht den astrologischen Tierkreiszeichen. Diese primitiven und abergläubischen Wurzeln der Irisdiagnostik haben gerade in den letzten Jahrzehnten neuen Aufschwung erhalten. 1)

In Europa geht die Irisdeuterei auf den ungarischen Naturheilkundigen und Homöopathen Ignaz von Peczely zurück. Dieser war als 11-jähriger Junge durch das Dickicht eines Waldes gegangen, als er von einer Eule angegriffen wurde, da er, ohne es zu wissen, dem Nest der Eule zu nahe gekommen war. Ignaz wehrte sich verzweifelt gegen das wütende Tier. Schließlich wusste er sich nicht mehr anders zu helfen, als der Eule ein Bein zu brechen. Im selben Augenblick beobachtete er, wie im Eulenauge ein schwarzer Strich auftrat, der in der Regenbogenhaut fast senkrecht nach unten lief. Lange dachte der Junge nach über das, was er dort im Walde mit der Eule erlebt hatte. Das Brechen des Beines, so die Folgerung von Ignaz, hatte in der Iris ein Zeichen gesetzt.

Jahre vergingen, und Ignaz von Peczely, zuerst Mechaniker von Beruf, bildete sich zum Naturheilkundigen und Homöopathen weiter. Nach vier Semestern Studium in Wien errang er die Würde eines Doktors der Medizin. Eines Tages beobachtete er bei einem Patienten einen Strich in der Regenbogenhaut, und plötzlich erinnerte er sich wieder an sein Erlebnis mit der Eule.
“Genauso, wie der Beinbruch einen Strich im Eulenauge verursacht hatte, müssten sich auch andere Krankheiten in der Iris zeigen“, folgerte er. Damit war die Irisdeuterei geboren!

Er begann nun, die Iris in zwölf Abschnitte einzuteilen. Fast zur gleichen Zeit begannen auch andere Naturheiler und Homöopathen, die Iris als Diagnosehilfe zu entwickeln. Die Irisdiagnose begann ungehindert ihren Siegeszug durch die Welt der Abergläubischen.

Irisdiagnose in China

Wenn ein chinesischer Arzt vor 4.000 Jahren einen Patienten untersuchte, so bediente er sich damals schon einer Art von Irisdiagnose. So, wie das Schicksal des kleinen Menschen von den Sternen des großen Kosmos abhängig sein soll. so zeigten sich nach chinesischer Denkweise auch die Krankheiten und Organe des großen Menschen im kleinen Auge: Der Mikrokosmos entspricht dem Makrokosmos. Für die Chinesen war die Iris die Öffnung der Leber. Wer sie genau untersuchte, der konnte dort alle Krankheiten der Leber erkennen. Doch sie sahen noch mehr am Auge: das obere Augenlid entsprach der Milz, das untere dem Magen, das Weiße des Augapfels zeigte Krankheiten der Lunge, die schwarze Pupille die Funktion der Niere. Der innere Augenwinkel entsprach dem Herzen, der äußere schließlich gab Auskunft über Herz und Dünndarm.

Im Mittelalter sah der bekannte Arzt Paracelsus das Auge als Mikrokosmos, den Menschen als Makrokosmos und schuf Verbindungen zur Astrologie. Die Entsprechungslehre von Makrokosmos und Mikrokosmos bildet aber nicht nur die Grundlage der Astrologie, sondern auch des Handlinienlesens, der Magie sowie der Akupunktur und der Fußreflexzonenmassage. ...
Die schon erwähnte 12-er Einteilung der Iris, wie sie die Irisdeuter annehmen, fügt sich nahtlos in die Feldereinteilung des astrologischen Tierkreises ein.

Viele Irisdeuter unserer Tage versuchen ihre Arbeit mit vielen pseudowissenschaftlichen Erklärungen salonfähig zu machen. Die Tatsache bleibt jedoch bestehen, dass auch sie eine diagnostische Methode auf dem Boden östlicher Philosophie und magischer Vorstellungen anwenden. 2)

Was kann der Arzt nun eigentlich im Auge sehen? Selbstverständlich kann ein Arzt bei genauer Untersuchung alle Krankheiten feststellen, die am Auge selbst auftreten. Hier interessieren uns jedoch besonders die Körperkrankheiten, die sich unter anderem auch am Auge zeigen.

Beginnen wir mit der weißen Bindehaut (Conjunctiva): Es ist allgemein bekannt, dass eine Gelbsucht sich zuerst an der Bindehaut zeigt. Dies hat seinen Grund darin, dass der Gallenfarbstoff am besten auf weißem Hintergrund zu sehen ist, obwohl er genauso auch in die übrige Haut eingelagert wird, die jedoch meist ein wenig dunkler ist. Hinter einer "Gelbsucht" können sich die verschiedensten Erkrankungen verstecken: eine harmlose Stoffwechselstörung oder ein bösartiger Tumor in der Bauchspeicheldrüse, Schwierigkeiten der Leber mit der Verarbeitung eines Medikaments (häufig die "Pille") oder aber eine Entzündung der Leber durch Viren. Die Liste könnte seitenlang fortgesetzt werden, wollte man alle bekannten Krankheiten aufzählen, die zu einer Gelbfärbung führen. Viel weniger häufig als gelbe sind blaue Skleren, die bei einer seltenen Knochenkrankheit auftreten.

  • Die Hornhaut (Cornea) kann bei einer Viruserkrankung (Herpes) mit betroffen sein. Sie reagiert aber auch besonders empfindlich bei Austrocknung oder bei verhältnismäßig leichten Verletzungen. Oft entwickelt sich dann ein Ge-schwürchen, und die verbleibende Narbe ist weiß und undurchsichtig, sodass das Sehen schwer beeinträchtigt sein kann. Bei vielen älteren Leuten kann man einen grauen Ring sehen, der jedoch nur eine harmlose Farbstoffablagerung darstellt.
  • Selten ist auch die Linse bei allgemeinen Erkrankungen mit betroffen. Der Mangel gewisser Vitamine oder die Einnahme von Medikamenten kann zu einer Trübung der Linse führen, die dann das Sehen stark beeinträchtigt. Schwere Veränderungen der Linse können schon bei einem Baby auftreten, wenn seine Mutter während der Schwangerschaft die Röteln durchmachte.
  • Besonders ergiebig ist für den Arzt die Spiegelung des Augenhintergrundes. Hier kann er nicht nur die Netzhaut beobachten, sondern auch die Blutgefäße und den Sehnerv. Die Blutgefäße zeigen so wichtige Krankheiten wie Arterienverkalkung und Zuckerkrankheit. Der Sehnerv kann z.B. bei einem Hirntumor oder bei einer Drucksteigerung des Liquors (Hirnwasser) verändert sein.
  • Wenden wir uns noch der Regenbogenhaut (Iris) zu, aus der die Irisdeuter so viel herauslesen wollen. Sie ist meist im Rahmen einer Entzündung der Aderhaut mit betroffen und schwillt dann grünlich an, Ursache für eine solche Entzündung können Infektionsherde, Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten oder seltene Formen des Gelenkrheumatismus sein, wobei neben diesen Augensymptomen noch weitere Anzeichen vorhanden sein müssen, damit die richtige Diagnose gestellt werden kann. "Als Arzt mehr herauslesen zu wollen, wäre vermessen. ...“

Wissenschaftliche Überprüfung der Irisdeuterei

Die Behauptungen der Irisdeuter sind in vielen Studien ernsthaft geprüft worden. "Ein Mediziner untersuchte 762 Patienten mit schwersten Erkrankungen, darunter 60 Amputierte und Kriegsverletzte. Sein Urteil, die Irisdeuterei sei ein Hirngespinst, belegte dieser Mediziner mit Zahlen. Von den 752 Patienten hatten nur 18 (das sind 2,7 von Hundert) ein Zeichen im Felde des erkrankten Organs, dagegen hatte fast die Hälfte  Krankheitszeichen in Feldern von Organen, die nie erkrankt waren. Derselbe Untersucher machte einen Versuch mit dem berühmten Iridologen Kläser, bei dem Ärzte und Laien Zeuge waren. Als Patienten zeigte man Herrn Kläser Kranke mit sehr schweren Leiden und Verstümmelungen, die man auch als Laie gut erkennen konnte. Nach acht Versuchen wurde das Experiment abgebrochen, weil der "berühmte" Mann nichts als Fehldiagnosen gestellt hatte. Bei einem Patienten mit amputiertem Bein fand er z.B. nur eine "schwere Belastung des Rückenmarks". 3)

Warum gelingen oft so viele richtige Diagnosen?

  • durch eine gute Beobachtung des Patienten
  • Ein weiterer Grund ist auch, dass die Patienten ihre Beschwerden vortragen, sodass sich bald einige Diagnosen zusammenreimen lassen.Irisdiagnostiker benützen eine verschwommene Ausdrucksweise, z.B. „Die Galle tut sich schwer“. Das schließt die verschiedensten Möglichkeiten einer Gallenblasenerkrankung ein, von Steinen über Entzündung bis zum Tumor. Oft wird eine ganze Liste dieser verschwommenen Ausdrücke angegeben.
  • Als dritten Grund für richtige Diagnosen kommen wir nun zu einem Punkt, wo das ungefährliche und amüsante Trickreservoir der Irisdeuter ein Ende findet. Es besteht die Möglichkeit der okkulten Irisdiagnose durch mediale Einflüsse. 4)

Diese Irisdeuter haben gewöhnlich treffsichere hundertprozentige Diagnosen. Wie kommen ihre Diagnosen zustande?
Diese Deuter arbeiten mit verschiedenen Spielformen der Medialität. Die Iris ist nur eine "Kontaktbrücke", die für ein telepathisches oder hellfühlendes oder trancehaftes Anzapfen des Bewusstseins oder Unterbewusstseins benutzt wird. Es kommt auf diese Weise eine psychometrische Diagnose zustande ... Mediale Diagnosen gelingen nicht immer. Medialität lässt sich nicht bei jedem Patienten, der das Sprechzimmer betritt, kommandieren. Zum anderen versagt die mediale Diagnose bei gläubigen Christen, die mit Christus eine starke Verbindung haben.
Weil es auf diesem Gebiet so viele Unklarheiten und Verwechslungen gibt, sei erwähnt, dass es nicht nur Irisdiagnostiker gibt, die okkult arbeiten, sondern auch Vollmediziner.
Wer sich in okkulte Dinge einlässt, verändert sich charakterlich, seelisch und glaubensmäßig.

Zusammenfassend lässt sich Folgendes feststellen:

  • Nichtokkulte Augendiagnostiker bringen über ihre Patienten keine Belastungen. Der medizinische Wert ihrer Behandlung ist aber sehr gering, in vielen Fällen sogar bedeutungslos.
  • Okkult arbeitende Augendiagnostiker belasten ihre Patienten. Ihre Diagnosen sind aber häufig sehr treffsicher. Auf keinen Fall kann aber das Bibelwort Matthäus 6,22 "Das Auge ist des Leibes Licht" für die Augendiagnose missbraucht werden, wie es manchmal geschieht. 5)  Es ist müßig zu fragen, wie man sich vor Heilpraktikern und Ärzten schützen kann, die die Irisdiagnose okkult anwenden. Die Frage stellt sich vielmehr, ob man einem Patienten eine Diagnosemethode empfehlen kann, die nicht nur auf okkulter Philosophie, sondern zudem auf einem Irrtum des Entdeckers beruht. 6)

Wie bei allen paramedizinischen Praktiken, ist auch hier die Frage, wie gehe ich mit einer okkulten Belastung um? Wird der Betroffene zu unserem Herrn Jesus Christus kommen?"Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß  werden,
und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden" 

(Jesaja 1.18)

Quellenverzeichnis zur Irisdiagnostik

  1. Dr. Kurt Koch, "Okkultes ABC", 1984, Bibel- und Schrif-tenmission, D-74856 Aglasterhausen e.V., Seite 257 (zum Teil etwas frei zitiert)
  2. Dr. Samuel Pfeifer, "Gesundheit um jeden Preis?", Brunnen Verlag Basel und Gießen, 2. Auflage 1980, Seite 89-91 (mit Quellenangabe Huard P., Wong M., Chinesische Medizin, Frankfurt 1973, S. 189; Prokop 0., Medizinischer Okkultismus, Stuttgart 1977, S. 37     Libra (ohne Vorname), zitiert in Medizinischer Okkultismus, S. 38)
  3. zitiert nach Dr. Samuel Pfeifer, a.a.O., S. 94 (mit Quel-lenangabe Wöhlisch E., Ignaz von Peczely, das Eulenauge und das Mysterium der Irisdiagnostik. Deutsche Medizinische Wochenschrift 82 (1957), S. 970)
  4. zitiert nach Dr. Samuel Pfeifer, a.a.O., S. 94-96
  5. Dr. Kurt Koch, a.a.O., S. 262
  6. Dr. Samuel Pfeifer, a.a.O., S. 96

Homöopathie - was steckt dahinter?

Die Homöopathie ist heute in vielen Ländern auf dem Vormarsch und wird meist als Naturheilkunde angeboten. Besonders die Anthroposophen räumen in ihrer Medizin der Homöopathie eine zentrale Stellung ein. In Deutschland praktizieren mehr als 1000 Ärzte und ...

 

Prüfe, was dem Herrn wohlgefällig ist,
und hab nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis;
deckt sie vielmehr auf.

Epheser 5, 10-11

Von den vielen Methoden der Alternativmedizin spielt in Deutschland die Homöopathie die größte Rolle. Um sie zu verstehen ist es wichtig, sich mit dem Gründer Samuel Hahnemann, geb. 1755, gestorben 1843 und seinen Lehren und seinem Glauben auseinander zu setzen. Hahnemann gilt als der unbestrittene Begründer der Homöopathie. 1755 wurde er als Sohn eines Porzellanmachers in Meißen geboren. Er war ein hochbegabter Schüler, so dass ihm das Medizinstudium in Leipzig, Wien und Erlangen ermöglicht wurde. Verschiedene Versuche, sich eine ärztliche Existenz aufzubauen, scheiterten und er lebte mit seiner Frau und seinen 9 Kindern meist in großer Armut. In seiner Rastlosigkeit wechselte er mehr als 20 Mal den Wohnort. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich mit dem Übersetzen von Büchern aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Daneben experimentierte er dauernd an der Herstellung neuer Heilmittel. Er wurde zunehmend als ein scharfer Kritiker der damaligen Schulmedizin bekannt. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er mit 80 Jahren ein zweites Mal. Er starb 1843 schließlich als wohlhabender Mann in Paris. Sein Charakter wurde schon in jungen Jahren immer schroffer, unduldsamer und unzuverlässiger, so dass er jahrelange Freundschaften abbrach und auch gegenüber Freunden unerwartet hemmungslose Angriffe startete. Das Schicksal seiner Kinder war eine Kette von Tragödien: Die Ehen dreier Töchter wurden geschieden, 2 Töchter wurden auf merkwürdige Weise ermordet, eine weitere starb bereits 30-jährig, sein einziger Sohn Friedrich verließ Frau und Kind und blieb verschollen. Sein Hauptwerk ,,Organon der Heilkunde‘‘ veröffentlichte er im Jahre 1810.
Mit 22 Jahren ließ sich Hahnemann in die Freimaurerloge aufnehmen und errang hier eine Großstellung.
Jesus Christus bezeichnete er als Erzschwärmer und Konfuzius war sein Vorbild. Von ihm schrieb er an einen Schüler: „Ihn selbst werde ich im Reich der glücklichen Geister nun bald umarmen, den Wohltäter der Menschheit, der uns den geraden Weg zur Weisheit und zu Gott führt, schon sechseinhalbhundert Jahre vor dem Erzschwärmer.“ Die Homöopathie ist heute in vielen Ländern auf dem Vormarsch und wird meist als Naturheilkunde angeboten. Besonders die Anthroposophen räumen in ihrer Medizin der Homöopathie eine zentrale Stellung ein. In Deutschland praktizieren mehr als 1000 Ärzte und etwa 3500 offiziell zugelassene Heilpraktiker die Homöopathie. 14 Krankenhäuser haben homöopathische Abteilungen.

Prinzipien der Homöopathie

  • Das Ähnlichkeits- oder Simileprinzip (Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden)
    Danach soll ein Stoff in homöopathischer Verdünnung dann eine Krankheit heilen können, wenn er die Symptome derselben Krankheit nach Gabe am Gesunden hervorruft. Das Ähnlichkeitsprinzip wurde schon in den Schriften alter Medizinkulturen von Tibet, China und Arabien erwähnt und bei Hippokrates und Paracelsus angeführt und angewandt. Hahnemann hat dieses so genannte Heilprinzip 1796 neu entdeckt und versucht, es experimentell zu untermauern und auszubauen. So lautet der erste Grundsatz seiner Lehre: Jedes wirksame Arzneimittel erregt im menschlichen Körper eine Art von eigener Krankheit, die umso eigentümlicher und heftiger auftritt, je wirksamer die Arznei ist. Man ahme die Natur nach, welche zuweilen eine chronische Krankheit durch eine andere hinzukommende heilt und wende bei der zu heilenden meist chronischen Krankheit dasjenige Arzneimittel an, welches eine andere möglichst ähnliche künstliche Krankheit zu erregen im Stande ist und jene wird geheilt werden. Also Heilung durch Ähnliches mit Ähnlichem.

 

  • Das Lebenskraft- Prinzip
    Die Lebenskraft definiert Hahnemann wie folgt: Im gesunden Zustand des Menschen wirkt die geistartige „Dynamis“, die den materiellen Organismus belebende Lebenskraft, unumschränkt. „In bewundernswürdig harmonischem Lebensgang hält sie alle Teile, seine Gefühle und Tätigkeiten aufrecht, so dass der in uns wohnende vernünftige Geist sich dieses lebendigen und gesunden Werkzeugs frei zum höheren Zwecke unseres Daseins bedienen kann.“
    Die Lebenskraft ist aber bloß instinktartig und ohne Verstand; sie wurde unserem Organismus nur gegeben, um unser Leben in einem harmonischen Gang fortzuführen. Die Lebenskraft wurde jedoch nicht gegeben, um Krankheiten selbst zu heilen. Durch die Umstimmung der veränderten Lebenskraft im Krankheitsfall soll die erwünschte Gesundung des Organismus erreicht werden. Hierzu dient das von Hahnemann erdachte Simileprinzip. Keine andere Kraft, außer die Potenz der ähnlichen künstlichen Arzneikrankheit sollte in der Lage sein, die Lebenskraft so zu beeinflussen, dass sie wieder gestärkt und völlig hergestellt würde. Alle krankhaften Verstimmungen können auch durch den Arzt nicht anders entfernt werden als durch „geistartige (dynamische) Umstimmungskräfte“, welche die Arzneien auf unsere geistartige Lebenskraft haben. Dies erinnert sehr stark an das fernöstliche Gedankengut des Taoismus.

 

  • Das Prinzip der Potenzierung
    Um mit dem Geist der Lebenskraft korrespondieren zu können, mussten die homöopathischen Arzneien in einen geistartigen Zustand versetzt werden. Die reinen arzneilichen Substanzen wurden mit dem Zweck verdünnt, sich in immaterielle Form umzuwandeln. Nicht mehr die natürliche Wirkungskraft der ursprünglichen Arznei, sondern die der Arznei innewohnende geistartige Kraft sollte durch Verdünnung zielgerichtet freigesetzt werden.
    Hahnemann nannte diesen Prozess auch Dynamisation oder Potenzieren der homöopathischen Heilmittel.
    Wie kommt es nun zu der so genannten geistartigen Wirkung?
    Anfangs wurde die Substanz in Dezimalschritten verdünnt. So ergab ein Teil der Arznei im Verhältnis zu 10 Teilen des Trägerstoffes die Potenz D 1.
    Jeweils 10-fach weiter verdünnt, oder besser dynamisiert, reicht man über die Dezimalpotenz D 2 (1:100), D 3 (1:1000) usw., die gebräuchlichen Potenzen D 2 - D 3.
    Den so genannten Hochpotenzen (D 20 - D 23) maß Hahnemann eine noch stärkere Heilkraft zu.
    Bei der Verdünnung wird hierbei zum Erdmittelpunkt geschüttelt. Durch dieses Schütteln soll die geistartige Wirkung freigesetzt werden.
    Dieser Schüttelvorgang - das Potenzieren oder Dynamisieren -, stellt den eigentlichen medialen Vorgang dar. Ähnlich wie bei der Akupunktur die Nadeln die Lebensenergie freisetzen sollen, ist der Schüttelvorgang der eigentliche spiritistische Vorgang Den so genannten Hochpotenzen wird eine besonders starke Heilkraft beigemessen. Hierzu dienen auch die LM-Potenzen. Ein Tropfen einer Substanz plus 100 Tropfen Alkohol = LM 1 usw.
    Vor unkontrollierter Dynamisation warnt Hahnemann, da es hierbei zu einer überdosierten geistigen Kraft kommt, die dem Kranken Schaden zufügen könnte.

 

  • Das Prinzip des Arzneimittelbildes und der Typenlehre
    Der Patient wird einem so genannten Typ zugeordnet, der einem bestimmten Arzneimittelbild entsprechen soll. Dies geschieht aufgrund einer ausführlichen Anamnese, d. h. einer detaillierten Erhebung der Krankheitsgeschichte sowie der charakterlichen Eigenschaften und psychischen Empfindungen.
    So entspricht z. B. eine primär chronische Arthritis einem „Schneewittchentyp“. Das ist ein zartes Mädchen mit schwarzem Haar, großen Augen und zarten Händen, es friert und fröstelt überall. Im Gegensatz dazu gibt es bei diesem Krankheitsbild auch einen „Rotkäppchentyp“. Dies entspricht einem warmen, roten, kräftigen und vollblütigen Typ. Beide Typen werden mit einer Säure behandelt, etwa Salizylsäure.
    Wie wirkt diese?
    Es wird dem Patienten warm, man schwitzt - und zudem wirkt das Mittel auf das rheumatische Geschehen. Benzoesäure hat die gleiche Wirkung, nur lässt sie frösteln.
    Aber der Homöopath behandelt ja nicht den Rheumatismus, sondern den Menschen mit seinem Rheumatismus.
    Demzufolge bekommt der Schneewittchentyp Benzoesäure und der Rotkäppchentyp Salicylsäure. Die Zuordnung zu einem Typenbild erfolgt also aufgrund einer Vielzahl physischer und psychischer Parameter. Eine Objektivität ist natürlich bei einer solchen Zuordnung nicht gegeben. Die Beurteilung charakterlicher Eigen­schaften bzw. seelischer Zustände unterliegt weitgehend dem subjektiven Empfinden des behandelnden Homöopathen.

Zusammenfassung - was besagt die Homöopathie?

  • Krankheit ist Umstimmung der Lebenskraft
  • Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt (Simileregel)
  • Durch Prüfung am Gesunden wird die Symptomenähnlichkeit festgestellt
  • Eine künstliche Krankheit soll erzeugt werden, die stärker ist als die natürliche Krankheit
  • Um dem Arzneimittel die Kraft zuzuführen, die die künstliche Krankheit hervorruft, muss sie verdünnt, d. h. potenziert werden, damit die Lebenskraft von Krankheit auf Gesundheit umgestimmt werden kann
  • Kranke, nicht Krankheiten, sollen geheilt werden

Beurteilung der Homöopathie

Hierzu sind sowohl chemisch-medizinische als auch biblische Kenntnisse notwendig. Bei der Testung eines medizinischen Mittels, das als Heilmittel anerkannt werden soll, bedarf es des Nachweises der Wirkung an einer Vielzahl von Versuchspersonen. Die Ergebnisse sind durch eine große Zahl statistisch zu sichern, einschließlich eines Leerwertes an unbehandelten Personen.
Medizinisch ist die Wirkung der homöopathischen Mittel nur als Placeboeffekt zu erklären, als Wirkung über den Glauben (des Therapeuten und des Patienten), aber nicht den christlichen. Es handelt sich um eine Art von Suggestion.
Der biblische Glaube versetzt Berge, der Aberglaube aber leider auch!
Während man durch den Glauben in Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott kommt, gerät man durch den Aberglauben in dämonische Bindungen, die durch Buße unbedingt gelöst werden müssen.
Das gilt auch für die Homöopathie. Sie erfährt gerade durch die Anthroposophie und die New-Age-Wellen unter den Namen „sanfte Medizin“ heute eine neue Blütezeit.

  • Das Simileprinzip:
    ein Mittel, das bei einem Gesunden ein bestimmtes Symptom verursacht, soll in großer Verdünnung dieses Symptom beim Kranken heilen.Typisches Beispiel: Eine Schwermetallvergiftung durch Blei oder Quecksilber soll angeblich zur Ausscheidung der Gifte führen, wenn kleine Mengen dieser Stoffe eingenommen werden oder die Behandlung von Calcium-Oxalat-Nierensteinen mit hochverdünnten Lösungen von Oxalsäure, ein Bestandteil der Nieren­steine. Dies ist völlige Torheit.

  • Die Prüfung der Arzneimittel an Gesunden
    Beispiel: Behandlung von Kopfschmerzen durch ein Mittel, das Kopfschmerzen hervorruft! Typische Fehlleistung der Homöopathie, aus einem Symptom heraus ein Mittel finden zu wollen. Welches sind denn die Ursachen der Kopfschmerzen? Nicht das Symptom, sondern die Ursache gilt es zu behandeln.

  • Die Potenzierung
    Je höher die Potenz, desto höher die Wirkung. Viel hilft viel. Das gilt nur zu einem gewissen Maß bei den Dosiswirkungskurven in der wissenschaftlichen Medizin. Hier ist es aber gerade umgekehrt. Denn es geht nicht um Potenzen, sondern um Negativ- Potenzen, um Verdünnungen! Das heißt, je geringer die Konzentration des Mittels, desto stärker die Wirkung. Nach Hahnemann handelt es sich ja um eine geistartige Wirkung. Völlig aus der Luft gegriffen ist die Behauptung, D 30 sei angeblich eine Hochpotenz von größter Wirkung. Das bedeutet aus der Sicht des Chemikers, eine Verdünnung von 1 : 1 Quintillion. Als Zahl ausgeschrieben ist das eine 1 mit 30 Nullen! Es sind keine Moleküle der Substanz mehr in der Flüssigkeit! Wozu der Name als Aufschrift und der Preis dieses Mittels? Angeblich ist die Information der Ursubstanz erhalten geblieben und wirksam. Die Potenzierung muss stufenweise vor sich gehen. Eine junge Frau darf dies aber zu bestimmten Zeiten nicht tun! Spätestens hier merkt man den okkulten Charakter dieses Verfahrens. Es sollen hierdurch Energien in das Mittel eindringen.

Geistliche Beurteilung

Das Weltbild, das hinter der Homöopathie steht, ist das gleiche wie bei der Akupunktur. Der Mensch soll in Harmonie mit dem Kosmos gebracht werden. Dies geschieht durch Einnahme von Medikamenten, die durch Verdünnungsschritte potenziert sind und von denen eine geistartige Wirkung ausgehen soll. Als Christen müssen wir fragen, um welchen Geist handelt es sich hier? Es sind dieselben Geister, die u.a. auch hinter der Astrologie stecken: die bösen Geister der Finsternis (vgl. Epheser 6 Vers 12). Letzten Endes führt die Anwendung der Homöopathie zu einer okkulten Belastung, und es ist besonders tragisch, dass besonders Christen auf diese so genannte sanfte Medizin hereinfallen. Buße und ein Lossagegebet sind dringend notwendig.

Ich möchte schließen mit:

„Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister,
ob sie aus Gott sind, denn viele falsche Propheten sind in die Welt ausgegangen.“

1. Johannes 4, Vers 1:

Literaturangaben

Herbert Fritsche:
Samuel Hahnemann - Idee und Wirklichkeit der Homöopathie,
Ulrich Burgdorf Verlag, Göttingen

Samuel Hahnemann:
Organon der Heilkunst, 6. Auflage
Organon-Verlag GmbH, Berg am Starnberger See

Deutsches Journal für Homöopathie,
Sondernummer 1983
Organon-Verlag GmbH, Berg am Starnberger See

Samuel Pfeiffer:
Gesundheit um jeden Preis?
Brunnen Verlag, Basel

Georg Müller:
Heilkraft durch Verdünnen?
CLV – Verlag

Stiftung Warentest:
Die andere Medizin
Stiftung Warentest, Berlin


Hildegard von Bingen

Bei der Leitung ihrer Anhängerschaft und zur Begründung ihrer geschriebenen Texte beruft sich Hildegard auf Visionen, die nach ihrer eigenen Darstellung ab 1141 unwiderstehlich stark wurden. Zugleich war sie unsicher über deren göttliche Herkunft.

 

Leben

Hildegard von Bingen lebte von 1098 bis 1179. Als zehntes Kind der Eltern sollte sie ihr Leben der Kirche widmen (ein Zehnter an Gott)  -... und meine Eltern weihten mich Gott unter Seufzern und in meinem dritten Lebensjahr sah ich ein so großes Licht, dass meine Seele erzitterte... (Autobiographie)

Mit 8 Jahren wurde sie in religiöse Erziehung gegeben. ... In meinem achten Jahr aber wurde ich zu geistlichem Leben Gott dargebracht und bis zu meinem fünfzehnten Jahr war ich jemand, der vieles sah und mehr noch einfältig aussprach, so dass auch die, welche diese Dinge hörten, verwundert fragten, woher sie kämen und vom wem sie stammten… (Autobiographie)

Hildegard lebte ab 1112 im Benediktinerkloster Disibodenberg ( heute Rheinland-Pfalz). Dort legte sie auch ihr Gelübde als Nonne vor dem Bischof Otto von Bamberg ab. 1136 wurde sie als Mutter und Lehrmeisterin der Schülerinnen gewählt. Später gründete sie ein eigenes Kloster auf dem Rupertsberg an der Nahe. Bei der Leitung ihrer Anhängerschaft und zur Begründung ihrer geschriebenen Texte beruft sich Hildegard auf Visionen, die nach ihrer eigenen Darstellung ab 1141 unwiderstehlich stark wurden. Zugleich war sie unsicher über deren göttliche Herkunft. Sie wendet sich deshalb an Bernhard von Clairvaux, einen bedeutenden Mönch des Zisterzienserordens. Dieser beruhigt sie und sorgt damit für Akzeptanz ihrer Person und Lehren.

Ihre Visionen ließ sie durch Schreiber in Latein aufschreiben. In der Niederschrift ihrer Vision: - Wisse die Wege- schreibt Hildegard:

…Ich aber, obgleich ich diese Dinge hörte, weigerte mich lange Zeit, sie niederzuschreiben- aus Zweifel und Mißglauben und der Vielfalt menschlicher Worte…

Sie schreibt dann weiter, dass sie krank wurde und diese Tatsache als Wink ansah, die Visionen doch aufschreiben zu lassen. Dabei ging es ihr besser. Weiter schreibt sie:

... Ich sprach und schreibe diese Dinge nicht aus Erfindung meines Herzens oder irgendeiner anderen Person, sondern durch die geheimen Mysterien Gottes, wie ich sie vernahm und empfing von den himmlischen Orten. Und wieder vernahm ich eine Stimme vom Himmel und sie sprach zu mir: Erhebe deine Stimme und schreibe also… Hildegard von Bingen reagierte für eine Frau der damaligen Zeit sehr dominant. So predigte sie öffentlich auf Predigtreisen. Und setzte auch ihre Interessen gegen andere durch, auch gegen bestehende kirchliche Vorschriften.

Hildegard wurde durch ihre 3 Visionswerke berühmt.

  • Das Erste : -Wisse die Wege- enthält eine Glaubenslehre , die in allem wesentlichen Punkten der aktuellen Kirchenlehre entsprach
  • Das zweite Visionswerk: - Buch der Lebensverdienste - enthält ethische Inhalte (Laster und Tugenden)
  • Das dritte Buch ist Hildegards Schau über Welt und Mensch. Sie beschreibt hier die Schöpfungsordnung gemäß der mittelalterlichen Mikrokosmos-Makrokosmos Vorstellung

Biologie und Medizin

Hildegard von Bingen verfasste auch medizinische Abhandlungen, die allerdings nicht aus Visionen stammten. Dazu gehören Ausführungen über Pflanzen und Krankheiten. Nach 1150 verfasste Hildegard ein Buch -Ursachen und Heilungen- über die Entstehung und Behandlung von verschiedenen Krankheiten. Das zweite naturkundliche Werk handelt vom „inneren Wesen“ der verschiedenen Kreaturen und Pflanzen. Diese Werke zählen zu heute zu den Standardwerken der mehr esoterisch orientierten Naturheilkunde. Es gab zur Zeit Hildegards kein wissenschaftliches Medizinstudium. Hildegard brachte in ihren naturkundlichen Werken damalige Volksmedizin und Wissen aus der griechisch lateinischen Tradition zusammen und entwickelte daraus eine eigene Lehre über den Körper und Gesundheit. Sie bezog auch Metalle und Edelsteine in ihre Behandlungsempfehlungen ein. Zur Ergänzung sei noch gesagt, dass Hildegard auch eine Sammlung liturgischer Gesänge erstellte mit Text und Melodie. Darunter ein liturgisches Drama, das die visionäre Gedanken- und Bilderwelt Hildegard zum Ausdruck bringt.

Medizinisch/wissenschaftliche Beurteilung

Im Handbuch - die Andere Medizin- von Stiftung Warentest heißt es dazu:

  • Die mittelalterlichen Namen für Krankheiten und Pflanzen waren vage Umschreibungen. Man kann sie nur selten einer heute gebräuchlichen Bezeichnung sicher zuordnen. Dementsprechend lassen sich Hildegards medizinische Empfehlungen und ihre Rezepturen kaum auf die heute Zeit übertragen.
  • Eingehende wissenschaftliche Untersuchungen über Wirksamkeit und therapeutische Eigenschaften der bei Hildegard angeführten Pflanzen fehlen.
  • Auch die dem Dinkel zugeschrieben wundersamen Heilwirkungen bei Krankheiten haben mit der erforschten Wirksamkeit nichts gemein.
  • Die Edelsteinmedizin entstammt dem magisch-okkulten Bereich. Sie entbehrt jeder rationalen Grundlage

Die pflanzliche Hildegard-Medizin kann nicht empfohlen werden, die Behandlung mit Edelsteinen ist abzulehnen. Soweit Stiftung Warentest.

Geistliche Beurteilung

Hildegard von Bingen war, zumindest während ihrer Visionen, offensichtlich von einem fremden Geist beherrscht, der nicht der Heilige Geist war. Der Inhalt der Visionen stimmt nicht mit biblischen Lehren überein z.B. im Menschen- und Weltbild des Mittelalters von Mikrokosmos und Makrokosmos. Auch wenn Hildegard den Glauben als notwendig für eine Heilung betonte, meinte sie damit einen mystischen Glauben. Mystik ist das Streben nach Heil oder Erlösung unter Umgehung des Kreuzes, der Busse und Unterordnung unter Jesus Christus als persönlichen Heiland und Erlöser. In der Mystik will man durch Suche nach Direktkontakt mit Gott zu Erlösung, Vollkommenheit, Heil und Heilung gelangen. Im Grunde ist Mystik auch immer der Weg von unten nach oben, die Selbsterhebung es Menschen zu einer höheren Daseinsstufe. Auch wenn diese Daseinsstufe „Gott“ genannt wird, ist damit nicht der persönliche, sich offenbarende, Gott der Bibel gemeint. Die Lehren der Hildegard von Bingen und die Hildegard-Medizin sind aus biblischer Sicht für Christen abzulehnen. Sie entstammen einem nicht biblischen Welt- und Menschenbild und haben zum Teil ihre Quellen in einem „falschen Geist“, der Hildegard als „Medium“ für seine Offenbarungen gewählt hat.

Quellenangaben:

www.bible-only.org/german/handbuch/Mystik.html

wikipedia.org./Hildegard_ von_ Bingen aufgerufen 11.4.13

Handbuch: Die Andere Medizin Stiftung Warentest 4.Auflage S. 240/241


Fußreflexzonenmassage

Definition

Eine Reflexzonenmassage ist eine Behandlungsform, die in ihrer therapeutischen Ausprägung zu den alternativmedizinischen Behandlungsverfahren gezählt wird, und die auch in der Wellnessbranche eingesetzt wird.
Befürworter der Methode gehen davon aus, dass Reflexzonenmassagen in der Schmerztherapie und bei Durchblutungsstörungen übliche medizinische Verfahren und physiotherapeutische Anwendungen ergänzen sowie eine Verbesserung des Wohlgefühls unterstützen können.
Wissenschaftlichen Studien zufolge ist die Reflexzonenmassage weitgehend wirkungslos.

Die bei der Reflexzonenmassage gemeinten Reflexzonen im Körper sollen alle Organe und Muskelgruppen auf der Hautoberfläche und im Haut-Unterhautbereich „spiegeln“. Sie sind nicht mit den bekannten Head-Zonen der Medizin identisch. Es soll sie am Rücken, am Fuß, an der Hand, am Ohr, an der Nase und am Schädel geben. Diese Zonen sollen entweder diagnostisch (Irisdiagnose) oder im Rahmen einer Befundaufnahme oder therapeutisch (Reflexzonenmassage, Akupunktur und Akupressur) eingesetzt werden können.
Es gibt keine einheitliche Darstellung der Reflexzonen − etwa an Füßen und Händen, stattdessen gibt es viele voneinander abweichende, sich widersprechende Abbildungen.

Geschichte

Grundsätzlich ist die Fußreflexzonenbehandlung in den fernöstlichen Massagetraditionen bekannt: sie findet sich in der ayurvedischen Massagetradition genauso wie in der historischen Thai-Massage und der chinesischen Tuina.

Als Pionier der neueren westlichen Reflexzonenmassage gilt der amerikanische Hals-Nasen-Ohren-Arzt William Fitzgerald (1872–1942). Er hatte Kenntnisse in den Methoden indianischer Volksmedizin. Hierzu gehören Vorstellungen über reflektorische Zusammenhänge und eine Druckbehandlung, die seit Jahrhunderten angewendet worden sein sollen und auch gegenwärtig in Indianerreservaten angewendet werden.

Fitzgerald entwickelte daraufhin ein System, in dem er den Körper in zehn senkrechte Zonen einteilte. Dieses Konzept und die von ihm entwickelte Zonentherapie waren 1917 der Grundstein für die heutige Reflexzonen-Therapie. Später wurden diese Längszonen noch in jeweils drei Querzonen eingeteilt. Die Griff- und Drucktechniken der modernen Fußreflexzonentherapie arbeitete Mitte des 20. Jahrhunderts die amerikanische Masseurin Eunice D. Ingham (1889−1974) heraus. Von Amerika aus kam die Reflexology über England auch nach Deutschland.

Die Fußreflexzonentherapie gehört zum Standardangebot in Heilpraktikerschulen und Massageschulen. Heute arbeiten hauptsächlich Heilpraktiker, Physiotherapeuten und Masseure mit dieser Therapieform: Es sind Massagen, bei denen drucksensible Zonen zur Befunderhebung und durch mechanische oder andere Reizung stimuliert werden. Neben der den Heilberufen vorbehaltene Fußreflexzonentherapie findet im Wellnessbereich eine Fußreflexzonenmassage Anwendung, die vor allem eine entspannende Wirkung hat.

Wirksamkeit

Die Fußreflexzonenmassage gründet auf dem Prinzip „pars pro toto“ (der Teil für das Ganze). Dabei wird behauptet, dass der gesamte Körper am Fuß - auf der Fußsohle und an der Oberseite bis zum Knöchel- repräsentiert sei. Dasselbe Prinzip finden wir immer wieder bei den verschiedensten, von der östlichen Philosophie geprägten Heilmethoden wie z.B. bei der Irisdiagnose und dem Handlinienlesen.

Der Heilpraktiker Gerhard Leibold beschreibt das folgendermaßen:

Die Reflexzonentherapie am Fuß geht von der Vorstellung aus, dass die Füße ein verkleinertes Abbild des gesamten Körpers und seiner Organe darstellen. Den verschiedenen Körperteilen und Organen entsprechen also ganz bestimmte Zonen an den Füßen. Durch Massage dieser Zonen können die zugehörigen inneren Organe und Körperteile reflektorisch beeinflusst werden. Außerdem sind die Fußzonen diagnostisch bedeutsam, weil Druckschmerzen einzelner Zonen auf Funktionsstörungen und Erkrankungen der entsprechenden Körpergebiete hinweisen. Es ist heute üblich, den Körper in 10 senkrechte und 4 waagerechte Zonen einzuteilen. Diese Zonen finden wir auch an den Füßen wieder. Sie teilen den Fuß in ein verkleinertes Längs-Quer-Raster des Körpers ein, in das die Körperteile und Organe entsprechend ihrer tatsächlichen Lage im Körper im Körper eingetragen werden können. So entsteht eine Landkarte „des gesamten Organismus an den Füßen, die gezielte Reflexzonentherapie ermöglicht.

Es liegt nahe, diese 10 Längszonen mit den Energiemeridianen der chinesischen Medizin zu vergleichen, auch wenn deren Verläufe nicht genau mit Fitzgeralds Körperzonen übereinstimmen. Vielleicht stellen die senkrechten Körperzonen vereinfachte chinesische Meridiane dar, die in Anlehnung an die Akupressur für die abendländische Medizin entwickelt wurden. Eine endgültige Klärung dieser Frage und ein wissenschaftlich exakter Beweis für die 10 Zonen sind heute noch nicht möglich.

An anderer Stelle beschreibt Leibold die Energiezonen wie folgt:

Damals entstand auch die von der chinesischen Naturphilosophie getragene erste Vorstellung von den Energiebahnen, die den Körper durchziehen. Man darf sich darunter keine Bahnen im anatomischen Sinn vorstellen, vergleichbar den Blutgefäßen und Nerven, sondern feststehende Strömungsrichtungen der Energie.

Dieses grundlegende Verständnis entspricht der Überzeugung der meisten heutigen Therapeuten und basiert auf uralten, chinesischen religiösen Vorstellungen. Vier der Prinzipien der östlichen Philosophie finden wir bei der Fußreflexzonenmassage wieder. Diese stehen im völligen Gegensatz zum biblischen Weltbild.

  1. Makrokosmos (Welt) und Mikrokosmos (Mensch) entsprechen und beeinflussen sich gegenseitig
  2. Der Mensch steht in einem kosmischen Energiefeld und wird von dieser Energie durchflossen
  3. Eine Krankheit wird von den meisten Spezialisten als Folge eines Energieungleichgewichts gesehen
  4. Die Behandlung der Krankheit erfolgt über den Zufluss von Energie nach den Prinzipien von Yin und Yang

Dazu schreibt der Christ Dr. Samuel Pfeifer in seinem Buch sehr treffend Folgendes:

Die Behandlung der Krankheit erfolgt über den Zufluss von Energie nach den Prinzipien von Yin und Yang. Frau Marquard2 sagt: Wir haben damit eine wirkliche Behandlung im wahrsten Sinne des Wortes. Wir befassen uns mit dem Menschen, wir fassen seinen Fuß an und dadurch, dass wir mit der Hand arbeiten stellen wir als Therapeut unsere Dynamik, unseren Rhythmus zur Verfügung, um die gestörte Dynamik und den gestörten Rhythmus des Patienten zu ordnen.

Wissenschaftliche Beurteilung:

Kurz und präzise finden wir eine Zusammenfassung im „Handbuch - die andere Medizin“

  • Die von Fitzgerald willkürlich entworfenen Längszonen am Körper müssen aufgrund heutiger wissenschaftlicher Kenntnisse als Phantasieprodukte angesehen werden. Überdies weichen die Angaben, wo die einzelnen Organe auf den Fußsohlen repräsentiert sind, in den verschiedenen Darstellungen erheblich voneinander ab.
  • Exakte Diagnosen  können mit dieser Methode nicht gestellt werden.
  • Auch für die behaupteten Wirkungen der verschiedenen Reflexzonenmassagen an anderen Körperteilen fehlt der Beweis. Der ganze Körper ist in keinem seiner Teile so repräsentiert, dass der von diesem aus behandelt werden könnte.3

Manche Anhänger der Reflexzonentherapie gehen von der Hypothese aus, dass für die Wirksamkeit der Reflexzonen die Energiebahnen der traditionellen chinesischen Medizin als Meridiane verantwortlich wären. Für die Meridiane gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Nachweise.4

Geistliche Beurteilung

Deshalb ist z.B. eine Befunderhebung mit Hilfe von drucksensiblen Zonen (z.B. an den Füßen) diagnostische Wahrsagerei. Ebenso ist eine Druckmassage (ähnlich wie bei der Akupressur) von   „gedachten“  und in ihrer Existenz nicht beweisbaren „Reflexzonen“, für Christen abzulehnen. Auch wenn im Wellnessbereich durch die Reflexzonenmassage eine entspannende Wirkung erwünscht ist, ist diese Methode  für Christen aufgrund ihres Ursprungs abzulehnen.5

Der Ursprung dieser Methode, sowie das falsche Menschen- und Gottesbild, hier der fernöstliche philosophische Hintergrund, dieser Methode, sollte uns zu einer klaren ablehnenden Haltung verhelfen.  Weiterhin sollten wir die fragwürdige Wirkungsweise, die Auswirkungen dieser Therapie, zuletzt die geistliche Gefährdung durch die Methode und evtl. durch den Therapeuten genau bedenken.6

Auch wenn gläubige Fußreflexzonen-Therapeuten diese Methode anbieten und eventuell dabei noch ein seelsorgerliches Gespräch führen, kann ihnen der Vorwurf nicht erspart werden, indirekt Wegweiser für eine Philosophie zu sein, die aus östlicher Weisheit schöpft und schon viele Menschen vom Evangelium weggeführt hat. Es gibt einige Beispiele von entschiedenen Christen die sich durch Fußreflexzonenmassage behandeln ließen und später Schwierigkeiten beim Gebet und Bibellesen hatten.7

Ein letzter Aspekt sollte noch betont werden. Der Apostel Paulus warnt den jungen Timotheus eindringlich:

Die Hände lege niemand zu bald auf, mache dich auch nicht teilhaftig fremder Sünden.

1 Tim 5,22

Aus der Bibel und aus der Seelsorge wissen wir, dass durch die Handauflegung Belastungen übertragen werden können. Vorsicht in diesem Zusammenhang auch bei Massagen und ähnlichen Behandlungen.

Zum Schluss möchten wir eindeutig vor der Fußreflexzonenmassage warnen und diese Methode klar ablehnen, Christen, die damit bereits Erfahrungen gemacht haben, empfehlen wir im Gebet dem Herrn alles zu nennen und sich von IHM reinigen zu lassen.8

Fußnoten:

  1.  Wikipedia „Reflexzonenmassage“ aufgerufen am 20.3.16
  2. Marquardt, Hanne : Insbesondere durch sie wurde die Fußreflexzonenmassage in Deutschland publik gemacht (Anmerkung der Autorin)
  3. Alternative Heilverfahren- Hilfe oder Gefahr Fußreflexzonenmassage - eine brauchbare Therapie? S. 76-80  (gekürzt) ABEM e.V. 2014
  4. Wikipedia „Reflexzonenmassage“ aufgerufen am 20.3.16
  5. Anmerkung der Autorin
  6. Alternative Heilverfahren- Hilfe oder Gefahr Fußreflexzonenmassage-eine brauchbare Therapie? S. 80  (gekürzt) ABEM e.V. 2014
  7. nach Pfeifer,Samuel Dr. Gesundheit um jeden Preis? 12.Auflage  Brunnen-Verlag Gießen 1999 S. 69 u.71
  8. Alternative Heilverfahren- Hilfe oder Gefahr Fußreflexzonenmassage-eine brauchbare Therapie? S. 80  (gekürzt) ABEM e.V. 2014

Feldenkrais

Eine Glaubensschwester schreibt:

„Es geht speziell um die Feldenkrais-Kurse und Heilungsmethoden. Es ist grad jetzt die Frage, was das denn sei. Und die Meinung war, es sei so gut. Ob Sie etwas Schriftliches darüber haben? Das wäre prima.“

Antwort

Bei der Feldenkrais-Methode, benannt nach ihrem Begründer Moshe Feldenkrais (1904-1984), handelt es sich um ein therapeutisches Verfahren in der Alternativmedizin. In die Entwicklung seiner Methode flossen Erfahrungen in 20 Jahren Judo-Unterricht sowie Erkenntnisse manueller Medizin und neurologischer Behandlungsmethoden in den 40-iger und 50-iger Jahren ein. Feldenkrais war der Meinung, dass auf eine Änderung der Bewegungsmuster eine psychische Veränderung erfolgt, sich der Mensch mit Hilfe dieser Methode quasi selbst neu gestalten kann.

Darstellung der Wirkungsweise

Feldenkrais wird als eine körperorientierte Lernmethode dargestellt, anhand derer der Ausübende mehr über den eigenen Körper und seine Bewegungsmuster erfahren soll.
Über die Wahrnehmung von Bewegungsabläufen soll der Mensch seine „Bewusstheit“ erweitern (Bewusstseinserweiterung) und eine neue Beweglichkeit für Körper und Geist soll entstehen.
Schon im Verlauf einer Lektion, so wird gesagt, kann der Lernende dabei außergewöhnliche Empfindungen erleben, die unterschiedlich lange nachwirken können.

Die Körperübungen werden zuerst vom Feldenkrais- Therapeuten passiv ausgeführt. Der Unterricht findet meist im Liegen statt. So erprobt er etwa den Bewegungsspielraum eines Gelenks bis zu den gewohnten Grenzen. Durch häufige Wiederholungen und kleine Veränderungen soll eine neue Bewegungsmöglichkeit erprobt werden. Die Bewegungen sollen ohne Anstrengung und Schmerzen durchgeführt werden. Die Arbeit verläuft ohne viele Worte, da sich die Aufmerksamkeit auf die Bewegungsabläufe richten soll. Später soll der Behandelte diese Übungen selbst ausführen und dabei bestimmte Wahrnehmungen schulen.

Bei der Entwicklung seiner Methode wurde M. Feldenkrais maßgeblich von Dr. Milton Trager und dessen Methode der Körperarbeit beeinflusst. Sie wird folgendermaßen beschrieben:

Die von Dr. Milton Trager entwickelte Körperarbeit sucht den Kontakt zwischen Körper und Geist wieder in Harmonie zu bringen. Durch sanftes rhythmisches Wiegen und Dehnen und durch das Spiel mit den Körpergewichten nähert man sich dem optimalen Gewebezustand und bewahrt die angenehmen Empfindungen im Körpergedächtnis auf. Bei einer Trager -Sitzung kann man lernen, diese Bewegungen selbst durchzuführen oder sie auf einer Massageliege passiv zu empfangen. Der Effekt dieser Arbeit ist gleichzeitig tiefe Entspannung und Präsenz, eine Verbesserung der neuromuskulären Funktionen, erhöhte Konzentrationsfähigkeit und ein Ruhigwerden des Geistes……

Wissenschaftliche Beurteilung

Die Feldenkrais Methode wird nicht als Therapie sondern als Unterricht bezeichnet, der ohne viele Worte stattfindet. Es handelt sich um eine Methode der körperorientierten Selbsterfahrung d.h. man soll mit Hilfe von körperlichen Übungen etwas über sich selbst (die Vorgänge in der Seele) erfahren.

In einigen klinischen Studien wurde bei Patienten mit MS (Multipler Sklerose) der Abbau von Stress und eine Verbesserung der Balance berichtet. Auch eine Verminderung von Rücken und Nackenschmerzen wurde nachgewiesen.
Es wird aber auch vor Risiken gewarnt: „Die psychischen Effekte der Feldenkraismethode bergen für labile Menschen das Risiko, seelisch aus dem Gleichgewicht zu geraten. Solche Krisen können Feldenkraislehrer nicht auffangen, weil sie nicht psychologisch oder psychiatrisch ausgebildet sind.

Gesetzliche Krankenkassen zahlen diese Therapie nicht.

Geistliche Beurteilung

Auf der einen Seite ist Feldenkrais eine- allem Anschein nach- seriöse erprobte Methode. Auch ein Nutzen von Bewegungen bei Bewegungs-Einschränkungen oder bestimmten Schmerzen ist allgemein belegt. Das gilt auch für den Zusammenhang von Nervensystem und Bewegung.
Aber die Feldenkrais-Methode geht (ähnlich wie bei Yoga) über die reine Bewegung hinaus und soll geistige Wirkungen entfalten. Für Christen ist dies der falsche Weg, denn alle inneren Veränderungen gehen vom menschlichen Herzen aus. Und hier kann grundlegend nur durch Hinwendung zum Herrn Jesus Christus eine Veränderung durch den heiligen Geist geschehen.
Dazu kommt, dass ein großer Teil von Feldenkrais “Anhängern“ im Umfeld sogenannter „alternativer Heilmethoden“ angesiedelt ist und unterrichtet die Methode in einem Zug mit anderen solchen Verfahren wie z.B. Reiki. Dies bedeutet, dass man durch die Inanspruchnahme solcher Therapeuten entsprechenden geistig – geistlichen Einflüssen ausgesetzt ist.

Zusammenfassende Bewertung

Die Feldenkrais –Therapie ist keine allgemein wissenschaftlich anerkannte Therapie, sondern gehört zur Alternativmedizin. Die Teilnahme an solchen Kursen birgt geistlich- seelische Gefahren in sich und ist deshalb insbesondere für Gläubige abzulehnen.

Lektorat: Prof. Dr. M. Weise

Quellenangaben

Stiftung Warentest: Die andere Medizin, Feldenkrais
www.wikipedia.org/wiki/Feldenkrais-Methode
www.koerpertherapie-netzwerk.de
www.trager.de